Interfaculty Centre for Educational Research (ICER)

Programme for International Student Assessment (PISA)

PISA (Programme for International Student Assessment) wird seit dem Jahr 2000 alle drei Jahre von der OECD durchgeführt und ist eine breit angelegte Überprüfung der Kompetenzen von 15-jährigen Schülerinnen und Schüler. PISA zählt zu den internationalen Large Scale Assessments (LSA) im Bildungsbereich und erlaubt den Vergleich der Effektivität von Bildungssystemen sowohl zwischen Ländern, als auch im Zeitverlauf. Dabei werden in den Mitgliedstaaten der OECD sowie in zahlreichen OECD-Partnerländern bzw. Volkswirtschaften die Kompetenzen von 15-jährigen Schülerinnen und Schülern in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften getestet. Alle drei Jahre bildet einer der drei Kompetenzbereiche die Schwerpunktdomäne und wird umfassender getestet. Optional wird von der OECD die Erhebung weiterer Kompetenzbereiche wie z.B. Financial Literacy angeboten. Die Schweiz nimmt seit 2000 an PISA teil, seit 2015 ausschliesslich mit einer nationalen Stichprobe.

PISA orientiert sich am Konzept der Grundbildung (Literacy), die es den Jugendlichen ermöglicht, ihr Wissen und Können in einem neuen Umfeld anzuwenden, bei einer Problemstellung eine Vielzahl von Situationen zu analysieren, logisch zu denken und in effektiver Art und Weise zu kommunizieren. Dabei ist von Interesse, inwieweit Jugendliche über Kompetenzen verfügen, die es ihnen ermöglichen, den schulischen und beruflichen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Die Grundbildung wird nicht ausschliesslich in formalen Lernstrukturen erworben und beinhaltet auch individuelle, über kognitive Bildungsergebnisse hinausgehende Komponenten wie beispielsweise die Lernmotivation, das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Lernstrategien. Diese individuellen nicht kognitiven Bildungsergebnisse sowie weitere bildungsrelevante Kontextmerkmale werden bei PISA mittels Fragebogen auf verschiedenen Ebenen (Schülerinnen und Schüler, Schulleitung, Lehrpersonen, Eltern) erfasst, wobei die Schweiz sich jeweils ausschliesslich auf die Ebene der Schülerinnen und Schüler und der Schulleitungen konzentriert.

Die Koordination von PISA 2022 übernimmt das ICER im Rahmen einer Forschungskooperation mit der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und dem Staatssekretariat fur Bildung, Forschung und Innovation (SBFI).

 

 

Inhalte

Schwerpunktdomäne: Mathematik (für PISA 2022 überarbeitete Rahmenkonzeption)
Weitere Domänen: Lesen, Naturwissenschaften
Kontextualisierung: Fragebogen für Schülerinnen und Schüler, Fragebogen für Schulleitungen

Stichprobe

15-Jährige Schülerinnen und Schüler, gezogen in einem geschichteten, zweistufigen Zufallsverfahren

Laufzeit

2018-2026

Webseite

www.pisa-schweiz.ch

Projektteam am ICER

Dr. Andrea Erzinger
M.Sc. Angela Aegerter
Dr. Simon Seiler
B.Sc. Dilan Cümen

Kooperationspartner*innen

Institut für Bildungsevaluation (IBE), assoziiertes Institut der Universität Zürich
Pädagogische Hochschule St.Gallen (PHSG)
Service de la recherche en education (SRED)
Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana (SUPSI).

Verner, M., Erzinger, A. B. & Fässler, U. (2019). Zur Schweizer Stichprobe PISA 2015. Eine externe Validierung zentraler Stichprobenmerkmale. Swiss Journal of Educational Research, 41(2), 524–544.

Konsortium PISA.ch (Hrsg.). (2019). PISA 2018: Schülerinnen und Schüler der Schweiz im internationalen Vergleich. Bern und Genf: SBFI/EDK und Konsortium PISA.ch 2018.

Konsortium PISA.ch (Hrsg.). (2018). PISA 2015: Schülerinnen und Schüler der Schweiz im internationalen Vergleich. Bern und Genf: SBFI/EDK und Konsortium PISA.ch.

Konsortium PISA.ch (Hrsg.). (2014). PISA 2012: Vertiefende Analysen. Bern: EDK/SBFI.

PISA.ch (2013). Erste Ergebnisse zu PISA 2012. Bern, EDK/SBFI.